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Frühblühende Gehölze: Besondere und pflegeleichte Pflanzen

Gärten müssen im Winter nicht kahl und schmucklos sein. Frühblühende Gehölze bringen auch in der kalten Jahreszeit Farbe.

Bei Frühblühern unter den Gehölzen treiben die Knospen in manchen Jahren bereits in Februar aus und läuten den Frühling ein.

Winterblüher und Frühblüher

Frühblühende Gehölze kann man in zwei Gruppen einteilen: die Winterblüher und die Frühblüher.
Die ersten Winterblüher, wie zum Beispiel der Winter-Schneeball, die Zaubernuss oder die Winter-Heckenkirsche, öffnen in günstigen Jahren bereits im Dezember ihre Blüten. Frühblüher beginnen ab Ende Februar zu blühen und kündigen den Frühling an. In Süddeutschland werden Mandelblütenfeste veranstaltet, um diese Zeit des Neubeginns zu feiern. Neben Mandelbäumen zählen unter anderem auch die Haselnuss und die Weide mit ihren flaumigen Weidenkätzchen zu den Frühblühern.
Winterblühern und Frühblühern ist gemein, dass ihre Blüten meist noch vor den Blättern austreiben. Einige von ihnen verströmen dabei einen intensiven Duft, um die ersten Insekten anzulocken. Um die zarten Blüten vor Frost zu schützen, lagern frühblühende Gehölze Zucker in den Blüten ein, der als natürlicher Frostschutz wirkt. Die Pflanzen müssen dafür viel Kraft aufwenden, doch die Mühe lohnt sich. Die Konkurrenz um die bestäubenden Insekten ist in dieser Jahreszeit gering und die Chancen, dass alle Blüten bestäubt werden, stehen für diese Pflanzen gut.

Warum frühblühende Gehölze im Garten nicht fehlen sollten

Wenn in der kalten, dunklen Jahreszeit die ersten Knospen aufbrechen, dann tut das der Seele gut. Frühblühende Gehölze sind aber auch im Kreislauf der Natur unentbehrlich. Bestäubende Insekten wie die Schwebfliege finden in der kalten Jahreszeit kaum Nahrung und sind auf Winterblüher angewiesen. Und wenn bei den ersten angenehmen Temperaturen Hummeln und Bienen ihren ersten Ausflug unternehmen, sind sie froh um jede Blüte, an der sie sich stärken können. Man kann also mit frühblühenden Gehölzen den Garten für Nützlinge attraktiv machen. Sie werden es danken, indem sie im Jahresverlauf mithelfen, Schädlinge auf natürliche Weise zu vernichten. Damit frühblühende Gehölze von Bienen, Hummeln und anderen Insekten gefunden werden, locken sie mit leuchtenden Farben und einem intensiven Duft.
Allerdings sind frühblühenden Gehölze für Nützlinge nur förderlich, wenn sie über Blüten verfügen, die nicht gefüllt sind. Bei gefüllten Blüten, wie etwa bei Rhododendren, ist es für Insekten schwer bis gar nicht möglich, an die Pollen und den Nektar zu gelangen. Dafür sind Pflanzen mit gefüllten Blüten in den Augen der meisten Betrachter besonders attraktiv.

Frühblühende Gehölze: Was man bei der Pflege beachten muss

Frühblühende Gehölze vollbringen Höchstleistungen und greifen auf ihre letzten Reserven zurück, wenn sie blühen. Sie benötigen jeden Sonnenstrahl, den sie in der dunklen Jahreszeit abbekommen können. Sie sollten daher an einem vollsonnigen, vor Durchzug geschützten Ort gepflanzt werden. Empfehlenswert ist auch, sich vor dem Kauf über die Endhöhe der Gehölze zu informieren. Einige der besonders schönen Arten, wie die Kornelkirsche, können mit bis zu sechs Metern wahre Riesen werden. Frühblühende Gehölze können sehr früh im Jahr gepflanzt werden. Sobald der Boden frostfrei ist, steht einer Pflanzung nichts mehr im Wege. Die Wurzeln mögen es kühl und werden umso stärker wachsen. Im Allgemeinen sind frühblühende Gehölze pflegeleicht, müssen wenig gedüngt werden und stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden. In trockenen Sommern hilft es ihnen, wenn man sie gut wässert, denn sie sammeln zu dieser Zeit die Kräfte, die sie im Winter und Frühjahr benötigen, um blühen zu können. Eine Besonderheit bei frühblühenden Gehölzen ist die Zeit des Rückschnitts. Im Gegensatz zu anderen Gehölzen und Bäumen sollten Frühblüher direkt nach der Blüte geschnitten werden, Obstbäume erst nach der Fruchtreife. Einige frühblühende Gehölze wie Magnolien und Zierquitten sollten nicht geschnitten werden. Frühblüher sind aber sehr schnittverträglich.

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